Urteile neu online gestellt

Bundesgerichtshof, Urteil v. 22.03.2018 - Az.: I ZR 118/16
Leitsatz:

1. Ein auf Unterlassung des Herstellens, Anbietens und Inverkehrbringens einer technischen Anlage gerichteter Klageantrag, der auf das Verbot der unbefugten Verwertung von Betriebsgeheimnissen gemäß § 17 Abs. 2 Nr. 2 UWG gestützt ist, ist hinreichend bestimmt, wenn sich das vom Kläger begehrte Verbot gegen eine konkrete Verletzungsform richtet, auch wenn er keine verbale Beschreibung der Umstände enthält, aus denen der Kläger eine Rechtsverletzung herleitet.


2. Die konkreten Maße und Anordnungen von Düsenkörper und Düsenblöcken einer Hohlfasermembranspinnanlage, die in Konstruktionsplänen und im Endprodukt selbst verkörpert sind, kommen als Betriebsgeheimnis im Sinne von § 17 UWG in Betracht.


3. Für den Schutz als Betriebsgeheimnis kommt es darauf an, ob die maßgebliche Tatsache, mag sie auch zum Stand der Technik gehören, nur mit einem großen Zeit- oder Kostenaufwand ausfindig, zugänglich und dem Unternehmer damit nutzbar gemacht werden kann. Danach können Konstruktionspläne, in denen Maße und Anordnungen technischer Bauteile einer Maschine verkörpert sind und deren Erstellung einen erheblichen Aufwand erfordert, als Betriebsgeheimnis geschützt sein.


4. Liegen einem ausgeschiedenen Mitarbeiter während der Beschäftigungszeit angefertigte schriftliche Unterlagen - beispielsweise in Form privater Aufzeichnungen oder in Form einer auf dem privaten Computer abgespeicherten Datei - vor und entnimmt er ihnen ein Betriebsgeheimnis seines früheren Arbeitgebers, verschafft er sich damit dieses Geheimnis auch dann unbefugt im Sinne von § 17 Abs. 2 Nr. 2 UWG, wenn er aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung in der Lage ist, das als Verletzung des Betriebsgeheimnisses beanstandete Verhalten ohne Nutzung dieser Unterlagen vorzunehmen.

Oberlandesgericht Hamm, Urteil v. 22.03.2018 - Az.: 4 U 4/18
Leitsatz:

Rabatt "15 % Rabatt auf alle Artikel" ist Wettbewerbsverstoß

Landgericht Würzburg, Beschluss v. 13.09.2018 - Az.: 11 O 1741/18 UWG
Leitsatz:

Verstöße gegen DSVGO-Vorschriften sind Wettbewerbsverletzung

Oberlandesgericht Frankfurt_aM, Beschluss v. 15.08.2018 - Az.: 6 W 64/18
Leitsatz:

Irreführende Werbung mit nicht vorhandenem Unternehmens-Standort

Landgericht Frankfurt_aM, Urteil v. 17.08.2018 - Az.: 3-10 O 22/18
Leitsatz:

Unzulässige Werbeaussage "antivral" für Hustensaft

Landgericht München_I, Urteil v. 24.04.2018 - Az.: 33 O 4186/17
Leitsatz:

Werbeaussage "Original Ettaler Kloster Glühwein" ist irreführend

Landgericht Frankfurt_aM, Urteil v. 22.03.2018 - Az.: 2-03 O 372/17
Leitsatz:

E-Mail mit Gutschein-Angebot ist unzulässige Werbung 

Bundesgerichtshof, Urteil v. 23.08.2018 - Az.: III ZR 192/17
Leitsatz:

Zur Inhaltskontrolle von Entgeltklauseln für den postalischen Versand und die Bereitstellung der Möglichkeit des Selbstausdrucks von Eintrittskarten (sog. "print@home-Option") in Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Betreiberin eines Internetportals, über das Tickets für Veranstaltungen erworben werden können.

Oberverwaltungsgericht Berlin, Urteil v. 22.02.2018 - Az.: OVG 12 B 16.17
Leitsatz:

Kein Informationszugang bei rechtsmissbräuchlicher Antragstellung

Oberlandesgericht Hamburg, Beschluss v. 26.09.2018 - Az.: 1 Ws 71/18
Leitsatz:

Richterliches Verbot von Presse-Filmaufnahmen kurz vor Beginn der Gerichtsverhandlung