Urteile nach Gerichten
- Bundesverfassungsgericht, Beschluss v. 18.12.2006 - Az.: 1 BvR 874/05
- Bundesverfassungsgericht, Beschluss v. 30.06.2015 - Az.: 2 BvR 433/15
- Leitsatz:
Beruft sich ein Blog-Betreiber, gegen den wegen der Veröffentlichung von Teilen strafrechtlicher Ermittlungsakten (§ 353 d Nr. 3 StGB) ermittelt wird, auf mehrere Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, muss das Gericht dieses Vorbringen berücksichtigen.
Geschieht dies nicht, so handelt es sich um die Verletzung rechtlichen Gehörs. - Bundesverfassungsgericht, Beschluss v. 29.06.2016 - Az.: 1 BvR 3487/14
- Leitsatz:
Negative Online-Bewertungen von Firmen durch Meinungsfreiheit geschützt
- Bundesverfassungsgericht, Beschluss v. 11.04.2018 - Az.: 1 BvR 3080/09
- Leitsatz:
1. Art. 3 Abs. 1 GG lässt sich auch nach den Grundsätzen der mittelbaren Drittwirkung kein objektives Verfassungsprinzip entnehmen, wonach die Rechtsbeziehungen zwischen Privaten von diesen prinzipiell gleichheitsgerecht zu gestalten wären. Grundsätzlich gehört es zur Freiheit jeder Person, nach eigenen Präferenzen darüber zu bestimmen, mit wem sie unter welchen Bedingungen Verträge abschließen will.
2. Gleichheitsrechtliche Anforderungen für das Verhältnis zwischen Privaten können sich aus Art. 3 Abs. 1 GG jedoch für spezifische Konstellationen ergeben. Mittelbare Drittwirkung entfaltet Art. 3 Abs. 1 GG etwa dann, wenn einzelne Personen mittels des privatrechtlichen Hausrechts von Veranstaltungen ausgeschlossen werden, die von Privaten aufgrund eigener Entscheidung einem großen Publikum ohne Ansehen der Person geöffnet werden und wenn der Ausschluss für die Betroffenen in erheblichem Umfang über die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben entscheidet. Die Veranstalter dürfen hier ihre Entscheidungsmacht nicht dazu nutzen, bestimmte Personen ohne sachlichen Grund von einem solchen Ereignis auszuschließen.
3. Ein Stadionverbot kann auch ohne Nachweis einer Straftat auf eine auf Tatsachen gründende Besorgnis gestützt werden, dass die Betroffenen künftig Störungen verursachen werden. Die Betroffenen sind grundsätzlich vorher anzuhören und ihnen ist auf Verlangen vorprozessual eine Begründung mitzuteilen.
- Bundesverfassungsgericht, Beschluss v. 20.12.2018 - Az.: 2 BvR 2377/16
- Leitsatz:
E-Mail-Anbieter muss IP-Adressen bei Überwachung speichern
- Bundesverfassungsgericht, Beschluss v. 22.05.2019 - Az.: 1 BvQ 42/19
- Leitsatz:
Facebook muss rechtsextreme Partei entsperren
- Bundesverfassungsgericht, Beschluss v. 07.03.2012 - Az.: 1 BvR 1209/11
- Leitsatz:
Bezeichnung "Zentrum für Zahnmedizin"
- Bundesverfassungsgericht, Beschluss v. 18.12.2019 - Az.: 1 BvR 957/19
- Leitsatz:
Keine Umgehung eines gerichtlichen Verbots
- Bundesverfassungsgericht, Beschluss v. 20.11.2019 - Az.: 1 BvR 2400/17
- Leitsatz:
Abweichende Meinung zu ODR-Verlinkung begründet keinen Verfassungsverstoss
- Bundesverwaltungsgericht, Beschluss v. 04.06.2008 - Az.: BVerwG 4 B 36.08

