Urteile nach Gerichten
- Oberlandesgericht Bremen, Beschluss v. 21.06.2012 - Az.: 3 U 1/12
- Leitsatz:
Es gibt keinen Beweis des ersten Anscheins, dass die Willenserklärungen, die über ein eBay-Mitgliedskonto abgegeben werden, vom Account-Inhaber stammen.
- Oberlandesgericht Bremen, Urteil v. 09.04.2010 - Az.: 2 U 7/10
- Leitsatz:
In der Verwendung der Bezeichnung "swb" liegt noch keine Irreführung, wenn nur ein Teil der Bevölkerung den Begriff mit den kommunalen Stadtwerken verbindet. Die bloße Assoziation darüber reicht nicht aus.
- Oberlandesgericht Bremen, Urteil v. 10.04.2015 - Az.: 2 U 132/14
- Leitsatz:
1. Die Eilbedürftigkeit für die Durchsetzung eines wettbewerbsrechtlichen Anspruchs im einstweiligen Verfügungsverfahren beginnt erst dann zu laufen, wenn ein konkretes Wettbewerbsverhältnis vorliegt. Bestand in der Vergangenheit kein solches Wettbewerbsverhältnis (hier: aufgrund der unterschiedlichen räumlichen Ausrichtung nach Deutschland und Österreich), beginnt die Frist erst dann zu laufen, wenn ein konkretes Wettbewerbsverhältnis gegeben ist.
2. Die Äußerungen eines Online-Anbieters (hier: Jobvermittlungsportal für Rentner) "DAS ORIGINAL" und "die weltweit erste Online-Plattform – und damit das Original – auf der man als Rentnerin und Rentner seine Dienste anbieten und sich mieten lassen kann" sind nur dann zulässig, wenn es sich dabei tatsächlich um die erste Online-Plattform in diesem Bereich handelt. Der geschäftliche Verkehr versteht nämlich diese Aussagen dahingehend, dass die Geschäftsidee von dem betreffenden Unternehmen erfunden und entwickelt wurde. - Oberlandesgericht Bremen, Beschluss v. 08.09.2009 - Az.: 2 W 55/09
- Leitsatz:
Ein eBay-Händler darf nicht mit Lieferfristen von 1 bis 2 Werktagen werben ohne dafür die Endfrist zu nennen.
- Oberlandesgericht Bremen, Beschluss v. 22.10.2009 - Az.: 2 W 92/09
- Leitsatz:
Erweckt die Firmierung eines Energie-Versorgers in privater Hand bei einem Teil der angesprochenen Verkehrskreise eine Assoziation zu Stadtwerken, liegt hierin eine wettbewerbsrechtlich unzulässige Irreführung.
- Oberlandesgericht Bremen, Urteil v. 23.01.2015 - Az.: 2 U 114/12
- Leitsatz:
1. Die Durchführung der Krankenfahrt im gewerblichen Krankentransport stellt eine geschäftliche Handlung i.S.d. § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG dar.
2. Führt ein Taxiunternehmer, ohne Inhaber einer erforderliche Lizenz zum qualifizierten Krankentransport (hier nach § 34 Abs. 1 BremHilfeG) zu sein, einen solchen Krankentransport ohne eine ärztliche Anordnung durch, ist nicht § 69 SGB V einschlägig, sondern eine Prüfung unter wettbewerbsrechtlichen Gesichtspunkten möglich. Es fehlt dann an einer Handlung in Erfüllung des öffentlich- rechtlichen Versorgungsauftrages der Krankenkasse, auf die allein sich § 69 SGB V bezieht (siehe BGH, GRUR 2006, 517, 519, Tz. 23).
3. Die Bezeichnung „Bremer Patientenfahrdienst“ führt bei dem Verkehr nicht zu einem dahingehenden Verständnis, dass sie den – erlaubnispflichtigen – qualifizierten Kran-kentransport in ihr Tätigkeitsgebiet mit einschließt. - Oberlandesgericht Bremen, Beschluss v. 08.08.2008 - Az.: 2 U 69/08
- Leitsatz:
Ein abgemahnter Wettbewerber darf seinerseits eine Gegenabmahnung an seinen Konkurrenten aussprechen. Dabei handelt es sich nicht um eine rechtsmissbräuchliche Retourkutsche.
- Oberlandesgericht Bremen, Beschluss v. 29.08.2008 - Az.: 2 U 48/08
- Leitsatz:
Im Endpreis eines Kfz- Angebotes im Internet müssen die Überführungskosten enthalten sein.
- Oberlandesgericht Bremen, Beschluss v. 15.03.2004 - Az.: 2 W 24/04
- Oberlandesgericht Bremen, Urteil v. 15.06.2017 - Az.: 5 U 16/16
- Leitsatz:
Service-Gebühr für Übersendung digitaler Eintrittskarten rechtswidrig

