Urteile chronologisch
- Landgericht Halle, Urteil v. 26.04.2006 - Az.: 11 O 5/06
- Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil v. 26.04.2006 - Az.: I-15 U 180/05
- Oberlandesgericht Koeln, Urteil v. 21.04.2006 - Az.: 6 U 145/05
- Leitsatz:
1. Ein deutsches Gericht ist zuständig und deutsches Recht findet Anwendung, wenn sich eine Webseite auch an den deutschen Teilnehmerkreis wendet. Dies ist dann der Fall, wenn der Webauftritt in deutscher Sprache gehalten ist und den Interessenten für die Zahlungen der Wetteinsätze ein Konto eines deutschen Bankinstitutes genannt wird.
2. Sportwetten dürfen in Deutschland nur mit einer deutschen Lizenz angeboten oder beworben werden. Aus dem "Gambelli"-Urteil des EuGH ergibt sich keine Änderung.
- Oberlandesgericht Köln, Urteil v. 21.04.2006 - Az.: 6 U 145/05
- Landessozialgericht Baden-Wuerttemberg, Beschluss v. 20.04.2006 - Az.: L 5 KR 890/06 ER-B
- Oberlandesgericht Nuernberg, Beschluss v. 20.04.2006 - Az.: 5 U 456/06
- Landesozialgericht Baden-Württemberg, Beschluss v. 20.04.2006 - Az.: L 5 KR 890/06 ER-B
- Oberlandesgericht Nürnberg, Beschluss v. 20.04.2006 - Az.: 5 U 456/06
- Leitsatz:
1.
Der Mandant, der seinem erstinstanzlichen Prozessbevollmächtigten einen Rechtsmittelauftrag mit E-Mail zuleitet, handelt schuldhaft, wenn die E-Mail den Rechtsanwalt wegen eines Eingabefehlers nicht erreicht (Anschluss an OLG Düsseldorf, Beschluss vom 04.10.2002 - 23 U 92/02)
2.
Legt der Prozessbevollmächtigte in einem solchen Fall eine eidesstattliche Versicherung seiner zuständigen Mitarbeiterin vor, aus der sich ergibt, dass die E-Mail mit dem Rechtsmittelauftrag in der Kanzlei nicht angekommen ist, genügt die Vorlage einer eidesstattlichen Versicherung des Mandanten allein in der Regel nicht, um glaubhaft zu machen, dass diesem kein Eingabefehler unterlaufen ist. - Oberlandesgericht Hamburg, Urteil v. 12.04.2006 - Az.: 5 U 169/05
- Oberlandesgericht Nuernberg, Urteil v. 12.04.2006 - Az.: 4 U 1790/05

