Nutzung eines Bilds aus Film zu Stuttgart 21 ohne Urhebernennung rechtswidrig

Landgericht Hamburg

Beschluss v. 07.01.2011 - Az.: 310 O 1/11

Leitsatz

Der Urheber des computeranimierten Films "Imagefilm Stuttgart 21" hat einen Anspruch auf Nennung seinem Namens, wenn in einer Nachrichtensendung ein Bild aus diesem Werk gezeigt wird.

Sachverhalt

Der Kläger war Urheber eines Films, welcher zum großen Teil computeranimiert war und den Titel "Imagefilm Stuttgart 21" trug. Die Beklagte nutzte für eine Nachrichtensendung ein Bild aus dem Film, ohne den Kläger als Urheber zu nennen.

Da der Urhebernachweis fehlte und die Beklagte auf die Abmahnung nicht reagierte, begehrte der Kläger im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes Unterlassung.

Entscheidungsgründe

Das Gericht gab dem Kläger Recht.

Es führte in seiner Begründung zunächst aus, dass auch ein computeranimierter Film als Filmwerk urheberrechtlichen Schutz genieße. Dass Filme heutzutage auch mit Computerhilfe bearbeitet würden, spreche einer persönlichen geistigen Schöpfungshöhe nicht entgegen.

Gerade die Folge der aneinandergereihten Bilder und die individuelle Bearbeitung spreche für die Individualität des Werks. Da auch die jeweils einzelnen Bilder aus dem Film schutzfähig seien, stehe dem Kläger nicht nur ein Anspruch auf Nennung seines Namens in Bezug auf den gesamten Film zu, sondern auch hinsichtlich der einzelnen Bilder.